Warenwirtschaft: Nachhaltige Ergebnisverbesserung durch optimale Warensteuerung

Bei der Planung handelt es sich um eine Projektion in die Zukunft – basierend auf den zum Zeitpunkt der Planung zur Verfügung stehenden Informationen sowie strategischen Zielen und Visionen. Nicht selten weichen die realisierten Ergebnisse jedoch von der Planung ab.
Die optimale Warensteuerung in der Saison, bei der Prozesse, Organisation und IT-Struktur konsequent aufeinander abgestimmt und an den Bedürfnissen des Kunden ausgerichtet werden, ist für den Erfolg eines Händlers essentiell. Der grundsätzlichen Omni-Channel-Thematik, unternehmensweit Prozesse über alle Kanäle hinweg zu integrieren und damit eine ganzheitliche Bestandsführung zu etablieren, wird derzeit eine große Bedeutung beigemessen. Die vor diesem Hintergrund ständig anwachsenden bewegten Warenvolumina verdeutlichen, dass eine durchdachte und leistungsfähige Warenwirtschaft heute so unabdingbar ist, wie nie zuvor.

Die Prozesse der Warenwirtschaft sind eng vernetzt mit der Planung, der Produktentwicklung, Beschaffung und dem Supply Chain Management. Das perfekte Zusammenspiel dieser Prozesse ermöglicht das Ausschöpfen aller Potenziale in der Warenwirtschaft. So ist eine bedarfsorientierte, zeitgerechte Nachversorgung nur möglich, wenn Logistik, Beschaffung und Nachversorgung harmonisieren.

Das Ziel der Warenwirtschaft ist es, aus dem innersaisonalen Informationsrückfluss rechtzeitig die richtigen Schlüsse abzuleiten und gegebenenfalls mittels neuer Prognosen vom ursprünglichen Plan abzuweichen. Hierbei kann ein OTB-Tool, gegebenenfalls mit Prognosefunktion, unterstützen. Denn Flexibilität und Reaktionszeit entscheiden heute mehr denn je über Zuwachs oder Stagnation. Die Schwerpunkte in der Warenwirtschaft können unterschiedlich gesetzt werden, jedoch sind in der Regel Verfügbarkeitsverbesserung und Bestandssenkung die wesentlichen Ziele.

 

Kundenorientierte Größenverlauf- & Lotoptimierung sowie Erst- und Nachversorgung steigern die Verfügbarkeit in den Filialen. Abschriftenmanagement und Umlagerungen führen zur kostenoptimierten Verwertung der Ware. Ausgeklügelte Business-Intelligence-Tools können all diese Maßnahmen unterstützen und erleichtern den Umgang mit komplexen Daten.
Neben den Fragestellungen zur Prozessoptimierung, ergeben sich auch organisatorische Herausforderungen, wie die Rollenverteilungen. Die Verantwortlichen für Planung, Einkauf und Warensteuerung haben hier eine gemeinsame Aufgabe, entsprechend der aktuellen Marktentwicklung in Abstimmung miteinander zu agieren.

Die Relevanz, den Warenwirtschaftsprozess kontinuierlich zu hinterfragen und auf Optimierungspotential hin zu prüfen, leuchtet ein, stellt aber aufgrund der Komplexität zeitgleich auch einen hohen Aufwand dar.
Wir unterstützen unsere Kunden in der Entwicklung vertikaler Warenwirtschaftsstrategien und deren Umsetzung. Best-Practice orientierte Prozesse werden gemeinsam konzipiert, auf die Kundenbedürfnisse individuell abgestimmte Tools ausgewählt und bei der Implementierung zur Seite gestanden. Im Rahmen solcher Projekte können die Kunden zudem von unseren Erfahrungen im Projekt- und Changemangement profitieren und somit sicherstellen, dass am Ende die Organisation imstande ist, die neuen Prozesse zielgerecht im Tagesgeschäft auszuführen und dass sich die erwarteten Nutzenpotentiale einstellen.
Mit einer strukturierten, durchdachten und konsequenten Vorgehensweise zur Optimierung der warenwirtschaftlichen Prozesse lassen sich enorme betriebswirtschaftliche Potenziale erschließen, die darüber hinaus einen wichtigen Baustein zur Erzielung von Operational Excellence bilden. Optimierte Prozesse, die sich im Hintergrund abspielen und für den Kunden meist unsichtbar bleiben, resultieren in einem bestmöglichen Ergebnis: Perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden und Standorte zugeschnittene Sortimente mit deutlich verbesserten Verfügbarkeiten und optimierten Lebenszyklen.