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Setzt die Segel für den Wandel!

Posted on 21.12.2016 by Mirco Schönebeck - Principal

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Posted on 21-12-2016 by Mirco Schönebeck - Principal

Im Jahr 2016 wurde ein Begriff in der Fashion Branche sehr häufig verwendet: „Revolution“. Revolution bedeutet in der begrifflichen Definition einen grundlegenden strukturellen Wandel, der in relativ kurzer Zeit erfolgt. Radikale Veränderungen also. Und davon gab es in diesem Jahr einige, die auch noch nicht abgeschlossen sind.

Bereits 2015 hat Trendforscherin Li Edelkoort mit ihrem Anti-Fashion-Manifest einen tiefgreifenden Wandel in der Fashion Industrie gefordert und damit starke Reaktionen zwischen Zustimmung und Entrüstung ausgelöst. Auf jeden Fall eine lebhafte Diskussion, was sich ändern und welcher „Wind of Change“ wehen muss.

Spätestens seit Anfang Februar konnte man spüren, welche revolutionären Winde aufziehen, als Burberry’s CEO und Art Director Christopher Bailey seine Thesen zur Moderevolution veröffentlichte und ankündigte, dass man auf die weltweite Stagnation des Premium- und Luxussegmentes mit einer radikalen kundenzentrischen Neuausrichtung des gesamten Unternehmens reagieren werde und die traditionelle saisonale Ausrichtung, sowie die bisherige Terminierung der Fashionshows über Bord werfen wird. Tommy Hilfiger, Michael Kors, Tom Ford und andere haben sich dieser Revolution angeschlossen (siehe auch: "Das Ende der Saisons").

Neben dem ausgerufenen Ende der Saisonalität wird auch immer stärker das Ende des ausufernden Schlussverkaufes gefordert. Der Winter ist nicht einmal zur Hälfte vorbei, aber Stiefel und Daunenjacken sind bereits im Sale. Problematisch für Modelabels. Warum sollte der Kunde neue Mode zum Originalpreis kaufen, wenn sie ein paar Wochen später nur noch die Hälfte kosten?

Alle in der Branche sehen das Dilemma, aber keiner wollte hier bisher – alleine – den ersten Schritt machen. Verständlicherweise. Bis Gucci ankündigte seine Produkte nicht mehr in den Sale zu geben, sondern die Kollektionen so konzipiert, dass sie sich nicht ablösen, sondern aufeinander aufbauen und somit die Teile nicht alt und wertlos werden. Vielleicht schlägt dies auch bei anderen Wellen und wir erleben hier ebenfalls eine große und richtige Veränderung im Markt.

 

„Handel im Wandel“, ein beinahe schon inflationär gebrauchter Terminus, der jedoch in diesem Jahr zunehmend an Aktualität und Bedeutung gewonnen hat. Dabei lautet die Kernfrage für jeden Fashion-Händler: Wie schaffe ich es auch in Zukunft, für meinen Kunden relevant zu bleiben, um ihn so an mich zu binden? Eine der zweifelsfrei größten Herausforderungen vor diesem Hintergrund ist die Kombination von stationärem- und digitalem Handel. 

Es ist die Vielzahl an Herausforderungen, mit denen Unternehmen sich heute beschäftigen müssen, wenn sie zu den Gewinnern dieses Wandels gehören wollen. Das Tempo am Markt nimmt weiter zu und damit die Anforderung, dass Unternehmen ihre Prozesse anpassen oder sogar umstellen müssen. Dabei werden sie mit vielen Schlagworten konfrontiert, die man erst einmal fassen und zu einem sinnvollen Ganzen verweben muss. Omni-Channel, Customer Journey, Big Data und Retail 4.0/Digitalisierung sind Beispiele solcher Schlagworte. Letzteres wird - zu Recht - ebenfalls als Revolution des Handels eingestuft. 

Und auch der Kunde, der bisher traditionell in Zielkundengruppen klassifiziert wurde, stellt revolutionäre Ansprüche. Er will überzeugt, beeindruckt und gefesselt werden. Er erwartet, dass die Unternehmen ihn kennen und es ihm an jedem Touchpoint leicht machen. Er will die neuesten Trends in den Shops sehen, sobald diese auf den Laufstegen oder in den Medien gezeigt werden. Loyalität zu einem Unternehmen ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Erwartet wird eine Community in der man „Fan“ eines Unternehmens sein kann.

 

Das Wetter schlägt um in der Fashion Branche. Die genannten Revolutionen lassen Winde, ja für den ein oder anderen sogar verheerende Stürme aufziehen.

Wie in der aktuell laufenden berühmten und extremen Regatta „Vendée Globe 2016-2017“ ist das Wetter aber nicht zu ändern. Es sind Rahmenbedingungen auf die sich die teilnehmenden Skipper, wie z. B. Alex Thomson mit seiner HUGO BOSS Yacht, einstellen müssen, um erfolgreich zu sein. Einige Segler konnten den Bedingungen nicht trotzen oder sie sogar für sich nutzen und sind ausgeschieden.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ erkannte bereits Aristoteles. Und das kann nur der tun, der weiß wo er hinsegeln will. Für die Skipper der „Yachten“ in der Fashion Branche bedeutet das, klare Ziele zu definieren. Und ein wesentliches ist der Kunde.

Der Kunde bestimmt wo es langgeht und gibt den Takt vor. Das Unternehmen, welches seine Kunden nicht kennt und seine Bedürfnisse antizipieren kann, wird aus dem Wettbewerb ausscheiden. Darum geht es bei all diesen Revolutionen und wie man als Unternehmen mit ihnen umgeht

Daten erheben, verstehen und die Prozesse auf diese und den Kunden zuschneiden. Und nicht nur die Prozesse, sondern die gesamte Organisation muss darauf eingestellt werden. Gewinner der Regatta wird derjenige sein, der dies versteht und kundenfokussiert umsetzt.

Derjenige, der seine strategischen und operativen Überlegungen konsequent auf den Kunden und seine individuellen Bedürfnisse und seine Customer Experience ausrichtet, setzt die Segel richtig und wird den „Wind of Change“ für sich nutzen.

 

Um hautnah zu erleben in welcher Richtung der „Wind of Change“ in der Fashionbranche weht, besuchen Sie unser Experience Store exp37 in Düsseldorf.

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