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Per Anhalter durch die Digitalisierung: Teil 4

Posted on 23.08.2017 by Mirco Schönebeck - Principal

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Posted on 23-08-2017 by Mirco Schönebeck - Principal

"Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."  (Zitat aus per Anhalter durch die Galaxis).

Im dritten Teil habe ich Etappenziele auf der Reise benannt. Wir schauen uns nun an, was man dort so unternehmen kann bzw. sollte.

Haben Sie bereits eine klare Vision davon, was Ihr Unternehmen mit digitaler Transformation erreichen will? Wenn ja, Glückwunsch! Wenn nicht, hier ein paar Impulse, die Ihnen dabei helfen können, diese zu entwickeln.

Beachten und prüfen Sie bei der Entwicklung Ihrer Vision folgende 6 Dimensionen:

  • Konsequente Nutzerzentrierung
  • Incubator und geschützter Raum
  • Innovation und Disruption
  • Lean Startup und Entrepreneur DNA
  • Change
  • Prozesse und Technologien

 

Schauen wir uns die Dimensionen aber einmal genauer an.

Dimension 1, die konsequente Nutzerzentrierung, enthält folgende Aspekte:

Die internen und externen Stakeholder, allen voran der Kunde, aber auch der Mitarbeiter, rücken radikal ins Zentrum eines jeden Unternehmens.

Wer ist eigentlich meine Zielgruppe/Community? Was braucht sie wirklich? Und was zeichnet sie aus? Wie führe ich meine Mitarbeiter und motiviere sie intrinsisch?

Durch methodische Ansätze, wie beispielsweise Design Thinking oder Lego Serious Play, entstehen Produktinnovationen und Geschäftsmodelle mit einem ausgeprägten Fokus auf den Kunden. Aber auch durch z.B. Customer-Journey-Analysen, Eye Tracking, Big Data-Analysen und ähnliche Ansätze versucht man, mehr auf den Nutzer einzugehen und diesen bzw. seine Bedürfnisse besser zu verstehen.

 

Dimension 2, Incubator und geschützter Raum, ist die Antwort darauf, dass die meisten Unternehmen zu träge sind, um die benötigten neuen Konzepte in kurzer Zeit umzusetzen.

Innerhalb eines Incubators oder einer Digitaleinheit, die von den umgebenen Unternehmensstrukturen weitestgehend losgelöst ist, entsteht der nötige Freiraum für innovatives Denken und agiles Testen, direktes Umsetzen, sowie die Realisierung schneller Erfolge am Markt. Dies kann entweder ein eigenes Digitalteam sein, welches mit den entsprechenden Befugnissen, Freiheiten und Budgets ausgestattet ist, oder ein eigenhändig gegründetes Startup. Entweder als Organisationseinheit oder als separate Entity, wie z.B. die Telekom mit ihren Telekom Innovation Laboratories, Siemens mit dem Siemens Technology to Business Lab, oder Bosch mit ihrem Internet of Things Lab.

 

Dimension 3, Innovation und Disruption, beschäftigt sich mit der Integration disruptiver Technologien als festen Bestandteil in den Unternehmensalltag. Durch eine reine Effizienzsteigerung und "Business as usual" entstehen längst keine Innovationen mehr.

Im Kampf um das beste Angebot kann künftig nur bestehen, wer neue Ideen, andere Blickwinkel und ungewöhnliche Methoden zulässt. Disruptives Denken müsste also zum Teil der DNA eines jeden digitalen Unternehmens gemacht werden.

 

Dimension 4, Lean Startup und Entrepreneur DNA, steht für die Verankerung von Digitalkompetenz in die Kultur des Unternehmens: Nach der Philosophie des Lean Management und Lean Startup werden Geschäftsmodelle bereits in frühen Phasen verifiziert und so entweder ein Scheitern provoziert oder ein Erfolg prognostiziert. Um diesen Wandel voranzutreiben werden Mitarbeiter benötigt, die eine unternehmerische Digitalkompetenz besitzen und damit mehr wie Entrepreneure agieren.

 

Dimension 5, Change, stellt eine der wichtigsten Säulen dar. Im digitalen Zeitalter sind Unternehmen gefordert, sich ständig neu zu erfinden.

Für die Mitarbeiter und die Führungskräfte ist dies eine stetige und immer größer werdende Herausforderung. Die digitale Revolution wird zu einem entscheidenden Treiber von Veränderungen. Letztendlich ist die digitale Transformation ein gigantischer Change-Prozess, bei dem ein konsequentes und stabiles Change-Management als zentraler Hebel für deren Erfolg und Akzeptanz fungiert. Diesem so wichtigen Thema widmen wir später aber noch einmal ein eigenes Kapitel.

 

Die sechste und letzte Dimension, Prozesse und Technologien, deckt schließlich die verbleibenden Bereiche ab. Prozesse und Abläufe müssen schneller an die veränderten Bedingungen angepasst werden. Zentrales Element für alle Prozesse ist daher, neben dem Menschen, die Technologie, die vorwiegend auf IT basiert. Alle automatisierbaren Prozesse und Abläufe müssen auch automatisiert werden. Daten müssen vollumfänglich digitalisiert und zugänglich gemacht werden. Nur so können Geschwindigkeit und Effizienz hochgehalten werden.

 

Und? Habe Sie bei Ihrer bestehenden Vision diese Wegmarken wiedererkannt? Wenn nicht, schauen Sie noch einmal genau hin. Vielleicht können Sie sie damit noch etwas wertvoller machen und diese Etappe abrunden.

 

Es gilt:

Denke immer an Deine Kunden.

Was Du auch tust, tu es für sie: Sieh die Dinge mit den Augen Deiner Kunden und richte Deine Unternehmenskultur und Maßnahmen danach aus.

 

Weiter geht‘s. Immer dem Reiseleiter nach.

 

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